Drei Generationen der progressiven Rockmusik - Roine Stolt (THE FLOWER KINGS), David Jackson (VAN DER GRAAF GENERATOR) und Andy Tillison (PARALLEL OR 90 DEGREES) - vereint auf einem Album. The
Music That Died Alone von THE TANGENT ist somit ein klassisches Stück englischen Progressive Rocks, bei dem sich in allen vier Songs instrumentelle Virtuosität, starke Melodien und interessante Arrangements vereinen. Vom Zeitgeist her treffen hier aber auch Einflüsse der 70er Jahre auf den eingängigen Neo-Prog der heutigen Zeit, die zusammengemischt sehr gut harmonieren und einen eigenen Sound kreieren. In der Regel konzentriert man sich als Zuhörer meistens auf den Gesang und die Gitarren (manchmal auch auf die Keyboards), aber im Fall von THE TANGENT sollte man auch verstärkt auf die Drums von Zoltan Csorsz achten, die extrem gut eigene Wege gehen und grooven, was teilweise in brillant gespielten Jazz-Rock ausufert, zu dem auch das latent mitschwingende Saxophon hervorragend passt. Streckenweise sorgt eine Hammond-Orgel für 70er Feeling ... dann wieder hört man den Sound der FLOWER KINGS heraus, ruhige Passagen wechseln sich mit komplexen Parts ab, und dann wird's wieder eingängig rockig - für Abwechslung ist also absolut gesorgt. Was soll man groß drum rum reden: wer ein Fan von klassischem Progressive Rock ist, der sollte sich
The Music That Died Alone beim nächsten Plattenladen-Besuch unbedingt mal reinziehen und sich sein eigenes Bild machen. Empfehlenswert ist das Album für das angesprochene Fan-Klientel auf jeden Fall!