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Overkill
Ein Leben in der Gegenwart
Auch nach mehr als fünfzehn Jahren Bandgeschichte haben die New Yorker Powerthrash-Könige OVERKILL nichts von ihrer knallharten Metal-Attitüde verloren. Die Band zeigt sich anno 1997 erneut von ihrer vitalsten Seite und präsentiert stolz ihr neuestes Album From The Underground And Below, auf dem sie ihre außerordentlich konstante Karriere Revue passieren läßt. OVERKILL rockt - und wer bitteschön hätte etwas anderes erwartet? Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft waren die zentralen Themen des folgendes Interviews mit Frontmann Bobby "Blitz" Elsworth, der sichtlich gut gelaunt ausführliche Statements ablieferte ... 


? Würdest Du zustimmen, daß die Songs von From The Underground And Below extrem unterschiedlich ausgefallen sind?
Absolut. Dieses Album beinhaltet vom Songwriting alle stilistischen Inhalte der Vergangenheit. Durch die Produktion haben wir versucht, diesen unterschiedlichen Songs einen gemeinsamen Charakter zu geben. Aber insgesamt ist es sicherlich die abwechslungsreichste OVERKILL Platte, die wir je aufgenommen haben.

? Ich denke, die Songs sind auch recht modern geworden ... ?
Die Lieder hören sich modern an, aber das hängt in erster Linie mit der Produktion zusammen. Ich denke, daß auch das historische OVERKILL Feeling durchaus vorhanden ist. Das Album weist so viele Elemente auf, die wir in der Vergangenheit verarbeitet haben. OVERKILL ist eine Band, die nie vergessen hat, wo sie herkommt. Trotzdem wollten wir nie neunmal Feel The Fire aufnehmen. From The Underground And Below hat diese rohe Energie der ersten Scheiben, aber eben auch Elemente von späteren Erscheinungen. Und ich bin der Meinung, daß dies auch eine gute Balance ist. Du mußt dich aber immer wieder weiterentwickeln und immer wieder etwas neues ausprobieren. Wir haben das auch immer getan, wobei man dazu sagen muß, daß diese Entwicklung oder Veränderung nicht zu extrem sein darf. OVERKILL versucht immer, sich Schritt für Schritt zu verändern, von Album zu Album, von Jahr zu Jahr.

? Dann wäre es doch mal sehr interessant, die Vergangenheit kurz zu analysieren. Der erste stilistische Wechsel fand nach meiner Meinung nach Taking Over statt ... ?
Bei Taking Over hatten wir zum ersten Mal richtig verstanden, wofür OVERKILL eigentlich steht. Ich selbst finde übrigens, daß Feel The Fire und Taking Over zwei ganz unterschiedliche Alben sind. Under The Influence ist ein ziemlich chaotisches Album ohne allzuviel Richtung, aber trotzdem vielleicht sogar mein Lieblingsalbum. Bei The Years Of Decay haben wir uns wieder ein wenig zurück besonnen, und das getan, was wir am besten können. Nach meiner Meinung sind The Years Of Decay und Taking Over eine Art von Cousins, da sie von der Art Songwritings in einem gewissen Zusammenhang stehen. Danach verließ Bobby Gustafson die Band, deshalb ist Horrorscope auch sehr wichtig für mich. Die Leute sagten, daß wir ohne Bobby keine Songs schreiben könnten, aber mit Horrorscope sind wir einen neuen und richtigen Weg gegangen.
Bereust Du manchmal diese vielen Stilwechsel? Vielleicht wäre OVERKILL noch erfolgreicher gewesen, wenn ?Ihr den Stil von Taking Over oder Feel The Fire fortgeführt hättet?
Nein, ich glaube, wenn die Band diesen Stil nicht verändert hätte, hätten wir nicht so lange als Band existiert. Wir wollten auch nicht immer und immer wieder dasselbe machen. OVERKILL ist eine sehr konstante Band und die Leute wissen, was sie von uns erwarten können, aber jedes neue Album muß nach unserer Meinung etwas anders klingen als der Vorgänger. Diese Einstellung fordert auch unser Songwriting. Ich kann nicht neunmal Feel The Fire schreiben und damit zufrieden sein. Innerhalb unserer Bandbreite wollen wir einfach unterschiedlich und damit auch abwechslungsreich klingen. From The Underground And Below mag wie ein modernes Album klingen, aber es ist immer noch ein Metal-Album, und kein Trend-Album. Wenn wir ein Trend-Album aufgenommen hätten, könnten wir Millionen von Platten verkaufen, und nicht hunderttausende.

? Wie bist eigentlich mit den oftmals negativen Kritiken an den letzten Veröffentlichungen, speziell I Hear Black und W.F.O. umgegangen? Nimmst Du Dir solche Kritiken eigentlich zu Herzen?
Ich glaube, bei einer über 12jährigen Karriere ist es dir ziemlich egal, was manche Kritiker schreiben. Ich will jetzt nicht eingebildet klingen, aber Kritik ist so ziemlich das letzte, über das ich mich ärgere. Im Prinzip freue ich mich über jede Kritik, egal ob positiv oder negativ. Denn Kritik bedeutet, daß sich die Leute mit dem beschäftigen, was wir machen. Wenn Du überhaupt keine Kritik bekommst, dann ist das so, als würde sich keiner für dich interessieren, und dann hat es wirklich keinen Wert mehr. I Hear Black ist vielleicht das härteste OVERKILL-Album, das wir je geschrieben haben. Es ist zwar nicht unbedingt mein Lieblingsalbum, aber mein liebstes Album hinsichtlich der Produktion. Zu diesem Zeitpunkt haben D.D. Verni und ich auch das gesamte Material selbst schreiben müssen, bevor Merritt und Rob als Songwriter dazukamen. Für mich selbst war es damals so, daß ich mit dieser Situation leichte Probleme hatte; ich war mir im Endeffekt nicht 100%ig darüber im Klaren, mit wem ich das Album eigentlich schreibe. Außerdem waren wir damals auf Tour und hatten nicht viel Zeit, das Album in aller Ruhe zu schreiben. W.F.O. war wieder ein Schritt zurück zu den Dingen, die wir am besten können. Auch das Material von diesem Album stammt hauptsächlich von Verni und mir, und das mag ein Zusammenhang mit I Hear Black sein. Ich mag dieses Album aber weitaus mehr als I Hear Black. Was ich als Kritikpunkt allerdings anerkennen muß, sind die Vocals. Der musikalische Aspekt ist auf W.F.O. weitaus besser als der Gesang.

? Vom Ausgangspunkt seid Ihr mit Bands wie ANTHRAX oder MEGADETH vergleichbar. Warum habt Ihr eigentlich nie den ganz großen Erfolg wie diese beiden Bands gehabt?
Für mich ist das o.k., denn ich muß mit mir selbst leben, und nicht mit ANTHRAX oder MEGADETH. Ich finde, daß du Erfolg auch nicht am finanziellen Erfolg messen kannst. Das hatten wir auch nie beabsichtigt. Ich kann Dir versichern, ich weiß den Erfolg der beiden Bands zu schätzen, zumal ich beide auch persönlich kenne, und ich finde es großartig, daß Bands wie MEGADETH groß herauskommen. Sie sind tolle Songwriter und haben schon etliche hervorragende Alben herausgebracht. Dasselbe gilt für ANTHRAX, wenn ich auch hier sagen muß, daß mir nicht alles von ihnen gefällt. Aber um auf OVERKILL zurückzukommen, wir alle leben in unseren Welten. Und man sollte sich nur um sich selbst, und nicht um den Erfolg von anderen Bands, Gedanken machen. Was wir von Anfang an gemacht haben und immer noch tun, ist, unser eigenes Ding durchzuziehen. Diese Absicht war von Anfang an da, und hat sich bis heute nicht geändert.

? Letzte Frage zur Vergangenheit: Haben die vielen Line-Up Wechsel den Erfolg und/oder den Stil nicht auch irgendwie beeinflußt?
Das glaube ich nicht. Was Veränderungen angeht bin ich ein sehr optimistischer Mensch. Veränderungen sind notwendig. Ich habe mich nie mit Verni hingesetzt und darüber nachgedacht, wen man in die Band holen könnte, oder wen man feuern sollte. Es kommt auf die Einstellung und Hingabe der Leute an. OVERKILL war immer eine sehr ehrliche Band und wir können daher auch nur mit Leuten zusammen arbeiten, die sich voll in die Band integrieren. Bei Besetzungswechseln war ich immer positiv eingestellt, denn wenn man eine neue Person in die Band integriert, gibt das der Band einen neuen Schub. In der Besetzung Elsworth, Verni, Gustafson und Skates hätte OVERKILL niemals 12 Jahre überlebt, es hätte längstens bis zu The Years Of Decay gelangt. Mit jeder Veränderung wird ein neuer Hunger geweckt, und jeder Wechsel ist auch irgendwie ein Schritt nach vorne.

? Optimismus und positive Grundeinstellung sind ein schöner Übergang. Ich habe den Eindruck, daß Ihr auf From The Underground And Below mehr Spielfreude habt als auf den Vorgängern ... ?
Sebastian und Joe spielen da sicherlich eine gewisse Rolle. Für die beiden war es schon immer ein Traum, einmal bei OVERKILL zu spielen. Und diese Einstellung macht für uns natürlich alles wesentlich leichter. Bei uns besteht ein Zusammenhalt, der OVERKILL zu einer echten Band macht. Auf jedem Album kannst du hören, wie wir uns dabei gefühlt haben. Wir sind mit From The Underground And Below einfach sehr glücklich und zufrieden, und das kannst du auch hören. Dadurch wurde die Platte auch zum spannendsten Album, das wir je gemacht haben. Die Lieder sind aggressiv, reflektiv und manchmal sogar depressiv aber immer mit einer positiven Hingabe. Es kommt einfach raus, daß OVERKILL mit OVERKILL zufrieden ist.

? From The Underground And Below ist meiner Meinung nach auch hervorragend abgemischt, Dein Gesang beispielsweise steht wieder mehr im Vordergrund ... ?
Das liegt am Gesangsstil. Ich kann nicht sagen, daß ich diesen Gesangsstil bewußt geändert habe. Das ist einfach so mit der Zeit gekommen. Was ich verloren habe ist die hohe Stimmlage am Schluß einer Betonung. Diesen Verlust habe ich durch eine länger gezogene Betonung ersetzt. Dadurch haben die Songs noch mehr Power und wirken nicht so chaotisch. Und dadurch werden wiederum die Lieder besser, das ist jedenfalls meine Meinung. Weil sich nun mal meine Stimme ein bißchen verändert hat, ist es eine natürliche Sache gewesen, sie im Studio ein wenig lauter zu mischen. Außerdem hat auch Joe gesungen. Er hat eine großartige Stimme. Ehrlich gesagt ist seine stimmliche Veranlagung besser als meine. Ich habe mich selbst auch nie als überragenden Sänger angesehen. Weist Du, ich habe zwei gute Töne, Joe hat drei (lacht). Aber wie auch immer, dadurch haben wir die Möglichkeit, dem Gesang eine andere Dimension zu geben, ein völlig neues Stimmerlebnis, über das ich sehr glücklich bin. Wir haben jetzt ein größeres Spektrum, warum sollen wir das nicht nutzen. Ich will auch nicht von den Fans als Bobby "Blitz", der Sänger von OVERKILL, kategorisiert werden, das ist Bullshit. Mein Job ist es, meine Veranlagung und meine musikalische Gabe der Band unterzuordnen, um so einen bestmöglichen Song zu schreiben.

? Wow (Chefredakteur etwas verwirrt) ...
(lacht) Ja, ich bin sehr ehrlich. Viele Leute haben nach einem Interview zu mir gesagt, daß es das schwierigste Interview überhaupt für sie war, eben weil ich so ehrlich bin.

? Save Me erinnert mich ein weinig an METAL CHURCH, speziell von Deinem Gesang her ... ?
Wirklich? Das ist das erste mal, das ich so etwas höre. Das ist ein verdammt großes Kompliment, vielleicht kann ich doch mehr als zwei Töne singen (lacht). Save Me ist sehr ungewöhnlich für OVERKILL. Das liegt am Drumbeat, der nicht typisch für uns ist. Als wir dieses Lied geschrieben haben, wollten wir bewußt einen für uns untypischen Song schreiben.

? A Little Bit Of Murder erinnert mich dafür aber eher an ANTHRAX ... ?
Diesen Vergleich kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Es ist für mich eigentlich ein Standard-OVERKILL-Song mit variablem Gesang. Wenn ich ihn vergleichen müßte, würde ich sagen, er erinnert mich am ehesten an Thanx For Nothing, zumindest vom Feeling.

? Wie schreibst Du einen Song?
Wenn ich einen Song schreibe versuche ich verschiedene Charaktere zu schaffen. Unsere Lieder sind nicht aus Sicht einer einzigen Person geschrieben, die eine bestimmte Aussage machen will. Bei 10 Songs gibt es 10 verschiedene Charaktere mit 10 verschiedenen Thematiken. Die Idee, die dahinter steckt ist, die Vocals als eigenständiges Instrument einzusetzen, und nicht als reinen Gesang, der über allem steht.

? The Promise scheint ein sehr persönlicher Song zu sein. Handelt er von einer Frau?
Nein, der Song ist einem sehr engen Freund gewidmet, der nicht mehr unter uns ist. Wir hatten früher eine Zeitlang ähnliche Probleme. Bei mir war es der Alkohol, bei ihm Alkohol und Drogen. Ich bin vor 3 Jahren clean geworden und habe seit dieser Zeit keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken, aber Bob hat es nie geschafft. Er hat mir in diesen drei Jahren oft gesagt, daß er nicht verstanden hat, wie ich es geschafft habe. In diesen 3 Jahren habe ich ihm immer wieder versprochen, daß auch er seine Probleme lösen kann, wenn er seine Einstellung ändern würde. Im letzten Jahr hat er sich selbst getötet, also wurde das Versprechen das ich ihm gab, leider nie wahr. Er hat mir eine ganze Menge über das Leben erzählt, und wie zerbrechlich es ist. Die Aussage des Songs soll sein, daß meine Freundschaft und Liebe zu ihm immer noch da ist. In dem Lied lebt Bob weiter. Das Lied ist also schon sehr, sehr persönlich, aber es handelt nicht von einer Frau.

? Hast Du ein Lieblingslied auf dem Album?
The Promise, der Song, über den wir eben geredet haben, hat die größte Bedeutung für mich. Aber vom musikalischen Standpunkt aus ist meiner Meinung nach Long Time Dying das beste Lied auf dem Album.

? In welche Richtung wird die nächste OVERKILL Platte gehen?
So weit denke ich nie voraus. Eine unserer Philosophien ist es, so weit wie möglich in der Gegenwart zu leben. Mit dieser Anschauung wirst du auch jeden Tag aufs neue überrascht, was ich persönlich sehr spannend finde. Ich würde Dich anlügen, wenn ich sage, das nächste Album wird so oder so klingen. Das wird sich spontan entwickeln, denn wir arbeiten von Tag zu Tag. Generell gilt: Wenn du mit einem Fuß in der Zukunft und mit dem anderen in der Vergangenheit stehst, dann hast du nichts mehr von der Gegenwart. Und das wollen wir vermeiden.

? Ich denke, das ist eine gesunde Einstellung ...
Ja, wir denken so, weil wir fast ununterbrochen arbeiten. Wir nehmen uns nicht viel Urlaub und feiern keine Orgien. Wir führen nicht dieses Rockstar-Leben mit Backstage-Saufereien usw. Das bedeutet mir einen Bullshit. Alles was ich will, ist Songs schreiben, Konzerte geben und neue Platten aufnehmen. Ich bin ein Arbeitstier und will die Band so repräsentieren, wie sie auch dargestellt werden sollte. Das unterscheidet uns auch diesem Rock-Zirkus, aber genau diese Einstellung erhält OVERKILL am Leben.

? Habt Ihr schon Pläne für eine neue Europa-Tour? Mich würde natürlich am meisten interessieren, wann Ihr wieder nach Deutschland kommt ... ?
Du sollst zwar nie zu weit in die Zukunft schauen (lacht), aber wir werden wohl Anfang 1998 wieder zu Euch kommen. In den letzten 18 Monaten waren wir allerdings schon dreimal in Europa, das war ein richtiger OVERKILL-Overkill, HaHa.

? Wird es wieder eine Limited Edition geben, wie bei der Killing Kind Tour?
Das hatte nichts mit der Band zu tun gehabt. Das war etwas, was man als Band nicht beeinflussen kann. Dafür war allein die Plattenfirma verantwortlich! Ich denke, SPV versteht die Metal-Welt etwas besser als Edel. Aber ich muß Edel ein großes Kompliment machen, denn immerhin haben sie es geschafft, uns wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu bringen. Sie haben uns die Möglichkeit eröffnet zu touren, und der Presse eine Menge Interviews zu geben. Das war eine sehr gute Promotion für The Killing Kind. Aber sie sind nun mal kein spezielles Metal-Label, und SPV hat da einfach mehr Verständnis für die Szene. Ich kann ein solches Release nicht ausschließen, weil das außerhalb unserer Kontrolle liegt, aber ich hoffe nicht, daß sich so etwas wie bei The Killing Kind wiederholen wird.

? Freust Du Dich darauf, wieder nach Deutschland zu kommen? Bist Du gerne hier?
Ich betrachte Deutschland als das zweite Zuhause für die Band. Als wir anfingen, haben wir die erste Tour in Deutschland gespielt. Das war noch, bevor wir in Amerika auf Tour gegangen sind. Diese Tour fand 1986 mit ANTHRAX und AGENT STEELE statt.

? Ja, da habe ich das Video davon ...
Es ist lustig, wenn ich das Video sehe, habe ich immer das Gefühl nie älter geworden zu sein. Ich sehe immer noch so aus wie vor 10 Jahren. Wer ist dieser kleine Junge, der da singt ... (lacht)

? Kannst Du mir das Geheimnis verraten?
(lacht) Wenn ich es nur selbst kennen würde ... Aber um auf Deutschland zurückzukommen: Wir kommen immer wieder sehr, sehr gerne hierher. Wir haben hier viele Fans und auch viele persönliche Freunde, die nicht in der Musikszene eingebunden sind.

? Last not least eine persönliche Frage: Lebst Du total für die Band OVERKILL, oder gibt es für Dich auch ein Leben außerhalb der Band?
Das wichtigste in meinem Leben ist meine Familie. OVERKILL ist wahnsinnig wichtig für mich, aber eben erst nach meiner Frau und meinem Sohn. Ich würde auch nie meiner Familie das Gefühl geben, nur zweitrangig zu sein, niemals! Was mich als Menschen geprägt hat ist auch die Tatsache, daß ich diesen Weg schon eine ganze Weile gegangen bin. Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum meine Familie mich liebt. Und mit Sicherheit haben sie sehr dazu beigetragen, mich zu der Person zu entwickeln, die ich heute bin.


In His Own Words: Bobby "Blitz" Elsworth (OVERKILL)

It Lives: "Jedes OVERKILL Album besitzt einen Song, der speziell als Opener komponiert wurde. Dieses ist er! Musikalisch ein bombastischer Sturm, textlich wird die Band als "it" dargestellt!"

I'm Allright: "Fett, fett und nochmals fett! Diese Scheibe birgt meiner Meinung nach die mächtigsten Gitarren, bei deren Aufnahmen ich Zeuge sein durfte. Der Text handelt von der Kreuzigung...I'm allright."

Genocya: "Dieser Song beinhaltet viele - wenn nicht gar alle - musikalischen und gesanglichen Elemente, die OVERKILL zudem machen, was wir sind: crunchy, punky, schnell, langsam, dunkel und vor allem tötlich. Genocya ist ein fiktives Wortgebilde, das Teile aus Genocide und Cyanide in sich trägt."

Save Me: Dieses Stück wurde quasi um den Drumbeat herum geschrieben, ungewöhnlich für uns "Riff Monsters", die wir normalerweise sind. Gefangener und Gefängniswärter in ein und derselben Person."

Half Past Dead: "Eine dunkle, episch klingende Nummer, mit einer nahezu theatralisch klingenden Grundstimmung, fast bis an den Rand des Makaberen. Für mich war es die härteste Herausforderung, diesen Song fertig zu stellen, doch nun bin ich wirklich sehr glücklich mit den Früchten meiner Arbeit. Übrigens: Dieses ist einer meiner Alltime OVERKILL Songs-"

Little Bit Of Murder: Dieses ist OVERKILLs musikalischer go for the throat-Anspruch. Murder besagt: Schau Dich selber an, Du bist im Grunde genommen genauso wie ich."

Long Time Dyin': "Ein bluesiges Intro mit einem monströsen Groove. Man möchte einfach zuschlagen, sich dazu bewegen."

The Promise: "Seitdem Du mich verlassen hast gibt es ein riesiges Loch in meinem Herzen. Ich verachte den Schmerz jedoch nicht, er erinnert mich daran, daß ich lebe...Du wirst vermißt!"

F.U.C.T. (First Underground Comission On Termination): "Ähm...ein bißchen was aus der guten alten Schule. Mann, war das eine f***ing school!"

The Rip'n Tear: "Als D.D. Verni mir die Musik vorspielte, brüllte ich "Rock'n'Roooolll"! Ich hoffe, es wird eine Tanznummer, die man von New York bis nach Bangkok spielt. Ich hoffe ebenso, daß ich als nächster Papst heiliggesprochen werde, Blitz I. Okay Motherfuckers, es sollten sich einige Dinge im Umfeld dieses verdammten Vatikans ändern!"
Wolfgang Volk (01.12.1997)
Weiteres zu Overkill:

- From The Underground And Below (CD-Check)

- Kill Box 13 (CD-Check)

- Under The Influence (Classic-Review)

- Wrecking Everything - Live (CD-Check)