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Orphaned Land - Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven
Erscheinungsdatum: 23.02.2004
(Century Media) 68,02 min

Puh ... dieses Review wird schwierig zu schreiben sein. Warum? Weil ORPHANED LAND viele Stileinflüsse beinhalten und derart eigenständig sind, dass ein Vergleich mit anderen Gruppen nicht mal ansatzweise in Frage kommt! Okay, fangen wir zunächst mit dem Herkunftsland an, das die "Exotenstellung" dieser Band noch unterstreicht, denn ORPHANED LAND kommen aus Israel. Stilistisch wurden verschiedene Metal-Spielarten mit orientalischen Klängen aus dem mittleren Osten vermischt; die klassischen Gesangsparts teils von Frauen teils von Männerchören eingesungen ... demzufolge sind neben den fünf Bandmitgliedern mehr als 30 Gastmusiker auf Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven zu hören. Die Musikrichtung, die das Werk abdeckt reicht von Progressive bis hin zu Black Metal, weiterhin sind stellenweise sogar indische Musikeinflüsse zu finden (auch Jazz kann man hier und da heraushören). Jetzt könnte man schnell den Eindruck gewinnen, dass die Scheibe ein wüstes Durcheinander ohne Fluss ist, aber dem ist nicht so (dann wär das Review auch leichter zu schreiben gewesen, grins). Aber sowohl Songwriting als auch Arrangement sind stimmig und lassen meistens eine klare und auch nachvollziehbare Handschrift erkennen. Der textliche Inhalt ist ähnlich komplex und abgedreht wie die Musik: Mabool (=die Flut) - The Story Of The Three Sons Of Seven (=die Helden) ist ein Konzeptalbum, auf dem jeder Song einen anderen Teil der Geschichte wiederspiegelt. Es beginnt mit der Geburt der drei Söhne, führt durch die gesamte Reise mit vielen Abenteuern und endet mit der Flut, die das sündhafte "Orphaned Land" überschwemmt und mit einem wütenden Sturm zerstört. Noch Fragen? Tja, viele werden sich jetzt dafür interessieren, wie gut die Scheibe denn ist. Die Antwort auf diese Frage muss aber jeder für sich selbst herausfinden, weil man in diesem Fall eigentlich keine klare Aussage treffen kann. Man einem wird´s möglicherweise viel zu abgedreht sein, während andere begeistert sein könnten. Aufgrund der Originalität und der Vielfalt kommt man aber unmöglich um eine gute Bewertung herum, denn objektiv betrachtet ist Mabool - The Story Of The Three Sons Of Seven ein innovatives und vielschichtiges Album, das vor allem für "open minded" Metal Fans mit einem Faible für alle Spielarten des Schwermetalls interessant sein dürfte.
13 Punkte - Wolfgang Volk (19.02.2004)

Playlist
Disk 1
1. Birth Of The Three
2. Ocean land
3. The kiss of Babylon
4. A'salk
5. Halo dies
6. A call to awake
7. Building the ark
8. Nora el Nora
9. The calm before the flood
10. Mabool
11. The storm still rages inside
12. Rainbow 
Disk 2
1. The evil urge
2. A never ending way
3. Mercy
4. The beloved's cry
5. The orphaned's medley